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23.9.2017 : 16:23

Heilquellen

Wolfgang Heger
Berliner Str. 21
95138 Bad Steben

09288/97390

Friedrich Zietsch Brunnen im Kurpark

Trinkhalle Bad Steben

Schutzgebiet

Karte des Heilquellenschutzgebietes in Bad Steben.

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Heilquellenschutzverordnung

Quellen in Gefahr!

Die Heilquellen sind der größte Schatz Bad Stebens. Die Bürgerinitiative versucht jegliche Bebauung im Heilquellenschutzgebiet zu verhindern um die Quellen zu schützen. Ein entsprechender Antrag der Bürgerinitiative wurde im Gemeinderat abgeblockt, weil 30 Meter neben dem unmittelbaren Fassunsbereich der Wiesenquelle und Tempelquelle ein Hotel mit ca. 240 Betten gebaut werden soll und dafür ein "Investor" gesucht wird.

Bitte unterstützen Sie die Bürgerinitiative, um dieses Bauvorhaben noch vor der Planungsphase zu verhindern.

Heilwasser

Ein Heilwasser ist ein natürliches Grundwasser, das heißt es entstammt unterirdischen Wasservorkommen. Es wird direkt am Quellort abgefüllt und hat einen natürlichen Gehalt an Mineralstoffen und Spurenelementen. In Deutschland hat Heilwasser nach § 2 Abs. 1 Arzneimittelgesetz den Status eines Arzneimittels.

Heilwasser gehört zu den ältesten Naturheilmitteln. Voraussetzung für die Zulassung als Arzneimittel ist der Nachweis einer vorbeugenden, lindernden oder heilenden Wirkung. Heilwasser kann mit wenigen Ausnahmen ohne Einschränkungen als Getränk verwendet werden.

Die verschiedenen Heilwassersorten wirken, indem sie die Funktion von Stoffwechsel und Organen wie Magen, Darm, Herz, Kreislauf und Nieren anregen. In einem Kilogramm beziehungsweise einem Liter Wasser müssen mindestens ein Gramm gelöste Mineralstoffe oder Spurenelemente enthalten sein. Genaue Angaben zu Inhaltsstoffen und deren Wirkweise müssen auf dem Flaschenetikett ausgewiesen werden.

Wie auch natürliche Mineralwässer werden Heilwässer in Deutschland amtlich zugelassen. Im Gegensatz zu den Mineralwässern sind Heilwässer jedoch als Arzneimittel eingestuft. Für die Zulassung von Heilwässern ist das Bonner Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte zuständig.

Mineralwasser mit einem natürlichen Kohlendioxidgehalt von mehr als 250 Milligramm pro Liter darf zusätzlich als Säuerling oder Sauerbrunnen bezeichnet werden.  

 

Zur Zeit gibt es in Deutschland 60 Heilwässer.

"Deutsche Heilbrunnen" in Bonn fasst als Interessengemeinschaft alle Heilbrunnenbetriebe unter einem Dach zusammen.

Begriffbestimmungen - Qualitätsstandards für die Prädikatisierung von Kurorten, Erholungsorten und Heilbrunnen legt der Deutsche Heilbäderverband e.V. fest (zuletzt 11. Auflage, 13. Oktober 1998).

Die Trinkmengen sind in Abhängigkeit vom Anwendungsgebiet auf das jeweilige Lebensalter des Nutzers abzustimmen.    

 Quelle: Wikipedia

Wiesenquelle

Schon seit Jahrtausenden kennen die Menschen die gesundheitsfördernde Wirkung von Heilwasser auf den Organismus. Je nach seinem Ursprungsort enthält Heilwasser unterschiedliche Mengen an Mineralien und wichtigen Spurenelementen, an Kohlensäure, Jod, Schwefel, Eisen oder Radon.

Aus den tiefen Schichten der Erde bringen die Bad Stebener Quellen das heilkräftige Wasser ans Tageslicht. Die Heilwirkung der Wiesenquelle und der Max-Marien-Quelle ist seit mehr als 500 Jahren bekannt.

Besonders ihr Gehalt an Kohlensäure übersteigt bei weitem die Anforderungen, die heute an eine „Kohlensäurehaltige Mineralquelle“ gestellt werden. Dafür muss eine Quelle mindestens 1.000 Milligramm freies Kohlendioxid enthalten. Dies wird ständig nach strengen Bestimmungen überprüft und chemisch analysiert. Das kostbare sprudelnde Nass der Wiesenquelle kann mit mehr als 3.700 Milligramm hier leicht mithalten.

Quelle: Bayeriches Staatsbad Bad Steben

Die Wiesen-Quelle ist ein "Calcium-Magnesium-Hydrogencarbonat Säuerling" und enthält reichlich Magnesium, Kalium und Calcium, wertvolle Mineralstoffe für den Nerven- und Muskelstoffwechsel. Günsige Beeinflussung der Herz- und Kreislaufbereichs.

Daten Wiesenquelle

Kationen  
   
Lithium 0,04
Natrium 18,3
Kalium 2,0
Ammonium 0,09
Magnesium 18,9
Calcium 73,3
Strontium 0,55
Mangan 0,48
Eisen 17,45
   
Anionen  
   
Fluorid 0,40
Chlorid 5,0
Bromid < 0,05
Sulfat 10,8
Nitrat 1,2
Hydrogencarbonat 383,8
Summe 532,36
   
Undissoziierte Stoffe  
Kieselsäure 65,8
Borsäure 0,03
   
Summe der gelösten Mineralstoffe 598,2
   
Gelöste gasförmige Stoffe  
Freies CO2 1890
Radon 41 Bq/l 1,1 nCi
   

 Quelle: Bay. Staatsbad,

Große Heilwasseranalysen der Bad Stebener Heilquellen, Gutachten Institut Dr. Nuss 1999/2005. Werte in Milligramm p0ro Kilogramm Heilwasser.

Der Verfasser der Seiten übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit der dargestellten Daten.

Tempelquelle

Belebendes Radon
Radon - ein weltweit natürlich vorkommendes, radioaktives Edelgas - zählt zu den wirksamsten Heilmitteln der Bäderheilkunde. Sein milder Strahlungseffekt (Bad Stebener Tempelquelle etwa 800 Bequerel) wirkt anregend auf die Zelltätigkeit und weitere biochemnische Vorgänge. Es stimmuliert das Immunsystem und reaktiviert die körpereigenen Selbstheilungskräfte und hat somit bei degenerativen Wirbelsäulen- und Gelenkerkrankungen eine nachhaltige Wirkung.
In wissenschaftlichen Studien - 1. und 2. Bad Stebener Radonstudie - des ortansässigen Kurort-Forschungsvereins wurde die schmerzlindernde Wirkung von Radonbädern bis zu einem Zeitraum von 6 Monaten nach der Behandlung eindeutig nachgewiesen.

Bei Radon-Kohlensäure Mischbädern konnte ebenfalls ein solcher Effekt gefunden werden, wobei die Zugabe von natürlicher Kohlensäure diesen Therapie-Effekt noch verstärkt. Zudem können die Mischbäder mit niedriger Temperatur abgegeben werden, was zu einer verminderten Herz-Kreislauf Belastung führt.

LAWA Arbeitsgruppe"Heilquellen"

Neue wissenschaftliche Erkenntnisse über die Bildung von Heilwässern und zu Schutzanforderungensowie die praktischen Erfahrungen bei der Anwendung der bereits 1965 herausgegebenen"Richtlinien für Heilquellenschutzgebiete" führten dazu, daß die von der LAWAArbeitsgruppe"Heilquellen" 1978 erarbeitete 2. Fassung nunmehr eine 3. Fassung erhält.Außerdem führten die Arbeiten zur Erarbeitung einer Neufassung des DVGW-ArbeitsblattesW 101 zu erhöhtem Handlungsbedarf in bezug auf fachliche Vereinheitlichung.Die Neufassung wurde 1993 einem ad-hoc-Arbeitskreis "Heilquellenschutzgebiete" derLAWA-Arbeitsgruppe "Grundwasser und Wasserversorgung" übertragen.Die Richtlinien für Heilquellenschutzgebiete gelten für Heilquellen und für das aus ihnenstammende natürliche Heilwasser oder Heilgas. Heilquellenschutzgebiete können nur fürnach Landesrecht staatlich anerkannte Heilquellen festgesetzt werden.Eine Heilquelle besteht aus einer oder mehreren Entnahmestellen. Aus ihnen wird das Heilwasseroder Heilgas gewonnen. Es wird als natürlich zutage tretende Quelle gefaßt oderdurch Brunnen, Schächte und Stollen künstlich erschlossen. Das Heilwasser oder Heilgas istaufgrund seiner chemischen und physikalisch-chemischen Beschaffenheit nach medizinischenErkenntnissen oder balneologischen Erfahrungen geeignet, der Vorbeugung, Linderungund Heilung von Krankheiten zu dienen. Heilwasser aus Heilquellen ist von Natur aus rein undgegen Veränderungen besonders empfindlich. Die Heilquellen sind daher vorbeugend(präventiv) zu schützen.

 

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